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IoT-Fotogalerie

Praxisanregung | ab 5 Jahre | Internet

Internet der Dinge

Internetfähige Geräte sind überall in unserer Lebenswelt. Die Kinder gehen auf Fotosafari und erstellen eine Fotogalerie zum Internet der Dinge.

Welche Geräte können online gehen?

Einführung
Heutzutage sind nicht nur unsere Computer, Smartphones und Tablets mit dem Internet verbunden. Ein ständig wachsendes Netzwerk von Gegenständen, in denen sich kleine Computer verbergen, geht ebenfalls online: Türschlösser, Kühlschränke, Fernseher, Fitness-Tracker und viele mehr. Aus ihnen besteht das Internet der Dinge oder Englisch: Internet of Things (IoT).
Material
  • Tablet mit Foto-App
  • Drucker oder Fotobuch-App
  • Diktiergerät-App oder Aufnahme-Geräte
Aktivität

Fotogalerie erstellen

Ein Kühlschrank, der dem Smartphone sagt, dass die Milch alle ist? Können sich die Kinder vorstellen, welche Geräte in ihrem Leben sonst noch alle mit dem großen Netzwerk Internet verbunden sind? Und wozu das gut sein könnte?

Gehen Sie auf Fotosafari! Die Kinder inspizieren ihr Umfeld in der Kita, zu Hause oder unterwegs und fotografieren alle Geräte, von denen sie denken, dass sie sich über das Smartphone steuern lassen. Fragen Sie die Kinder, woran sie erkennen können, ob ein Gerät online oder offline ist. Hat es einen Schalter? Blinkt ein Licht? Erscheint ein bestimmtes Symbol auf dem Bildschirm, wenn das Gerät online ist? Können auch Geräte ohne Bildschirm online sein? Wie können wir das prüfen? Schaffen es die Kinder, bestimmte Geräte z. B. mit dem Tablet zu verbinden?

Drucken Sie die Fotos der internetfähigen Geräte anschließend aus und erstellen Sie mit den Bildern eine Fotogalerie. Alternativ können Sie auch ein digitales Fotobuch erstellen. Bei manchen Fotobuch-Apps können die Kinder den Bildern auch Audioaufnahmen hinzufügen, auf denen sie erklären, wozu das Gerät das Internet braucht.

Beispiele

  • Leihroller und –fahrräder
  • Ampeln und Ampelschaltung
  • Rollladen, die über das Smartphone hoch- und runtergefahren werden (auch wenn sie nicht zu Hause sind)
  • Waschmaschinen
  • Staubsaug-Roboter
  • Anzeigetafeln in Haltestellen
  • Verkaufsautomaten (Inventarmessung)
  • Bordcomputer im Auto

Impulsfragen

  • Welche Geräte können online gehen? Welche nicht? Woran erkenne ich das? Gibt es einen Schalter oder Lichter? Was bedeuten sie?
  • Funktioniert das Gerät auch ohne Internet? Was passiert, wenn das Internet mal ausfällt?
  • Welche Dinge sollten unbedingt internetfähig sein und was können sie dadurch?

Wozu soll das gut sein?

Reflexion und Innovation: Automatische Müllabfuhr? Selbstfliegende Flugzeuge? Dem Wetter angepasste Pflanzenbewässerung auf den Feldern?

Haben die Kinder Ideen, was aus ihrem Leben unbedingt internetfähig sein sollte und wie sie die Vernetzung nutzen können, um das Leben ein bisschen leichter und gerechter zu gestalten?

Was wäre, wenn Straßenlaternen Sensoren hätten, um sich an die Wetterbedingungen anzupassen? Oder wenn sich Verkehrsschilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung automatisch an die Verkehrssituation anpassen könnten? Könnte die Müllabfuhr das selbstständige Sammeln und Austauschen von Daten nutzen, um eine schnellere und effizientere Abfallentsorgung zu gewährleisten?

Könnten Flugzeuge, ähnlich wie Autos, bald selbstständig fliegen und dank der ständigen Vernetzung perfekt umeinander herum navigieren?

Basteln Sie gemeinsam Fantasie-Objekte und überlegen Sie mit den Kindern, was passieren könnte, wenn die Fantasie-Objekte untereinander Daten austauschen könnten.

Tipp

Fragen Sie die Kinder, warum diese Geräte mit dem Netz verbunden sind. Was können sie dadurch? Brauchen sie, um zu funktionieren und miteinander zu agieren, überhaupt noch Menschen oder funktionieren sie vom Menschen unabhängig?

Können sich die Kinder vorstellen, wie das Leben früher war, als elektronische Geräte noch nicht miteinander vernetzt waren? Was hat sich durch die Vernetzung verändert? Lassen Sie die Kinder ihre Vermutungen äußern und ermutigen Sie sie, ihre Mitmenschen zu fragen, ob sie sich an ein Leben ohne Internet erinnern können.

Infobox

Wann gehört ein Gerät zum Internet der Dinge (IoT)? Jedes Gerät kann Teil des IoT sein, solange es über einen Ein-/Ausschalter verfügt und eine Internetverbindung herstellen kann. Über Internetverbindung oder Bluetooth kommunizieren die internetfähigen Geräte, senden und empfangen Daten voneinander und reagieren selbstständig. Dieser Austausch passiert, ohne dass ein Mensch bei jedem Schritt aktiv ist und Aktionen erst anfordert.

Das IoT besteht aus mindestens diesen Komponenten:

  • Sensoren, die ihre Umgebung wahrnehmen und messen
  • Software, die nach definierten Regeln die von den Sensoren aufgenommenen Daten verarbeitet und Entscheidungen trifft, wie das Gerät auf diese Daten reagiert
  • Internet- oder Bluetoothverbindung, um Daten zu senden und zu empfangen

IoT umfasst nicht nur Geräte, sondern bezieht vermittelt auch Personen und sogar Tiere mit ein, die über die mehr oder weniger selbständig kommunizierenden Geräte miteinander verbundenen sind.

In naher Zukunft wird 5G noch weitere futuristische Möglichkeiten bieten, etwa selbstfahrende Autos, vollständig vernetzte Städte, Fernoperationen und weitere Entwicklungen, wie wir sie uns derzeit nur ausmalen können.

In echt

Smart home

Internetfähige und „intelligente“ Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschine, Waschmaschine oder Kühlschrank, Smart-TV oder intelligente Türschlösser sind inzwischen allgegenwärtig. Mit Smart-Home-Systemen wie Amazon Echo und Google Home können die Smart-Home-Geräte miteinander verbunden werden. Ihre Besitzerinnen und Besitzer können sie über Sprachbefehle oder Smartphones steuern, um Zeit, Energie oder beides zu sparen.

Ein intelligenter Thermostat sammelt bspw. Informationen über die bevorzugte Temperatur und Heizgewohnheiten und erwärmt oder kühlt das Zuhause je nach Tageszeit.

Wearables

„Tragbare“ IoT-Technologie? Von Smartwatches über Bluetooth-Kopfhörer bis hin zu intelligenten Schuhen gibt es zahlreiche IoT-Geräte, die Sie direkt am Körper tragen können. Bald könnte das Internet der Dinge mit intelligenten medizinischen Geräten wie Herzschrittmachern sogar Einzug in den menschlichen Körper halten