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Rückblick: 1. Fachtag Digitale Bildung

Gemeinsam die digitale Welt erleben: Auf dem 1. Fachtag Digitale Bildung am 26. August 2021 im kids.digilab.berlin tauschten sich 60 Fachkräfte aus Kita und Grundschule aus, wie Digitale Bildung von Anfang an in der pädagogischen Praxis gelingen kann.

In Vorträgen und anschließender Diskussionsrunde, Workshops und im World Café erkundeten wir gemeinsam die Anforderungen und Ansätze einer zeitgemäßen digitalen Bildung.

Theresa Lienau ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des kids.digilab.berlin

Theresa Lienau, Leiterin des vierjährigen Forschungsprojektes Medienerziehung im Dialog, beleuchtet in ihrem Vortrag die an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis gelungene Medienerziehung in der Kita. Wie können Eltern und Kita gut miteinander arbeiten, damit die Kinder sinnvoll die ersten Schritte in der Medienwelt gehen?

Antje Bostelmann ist Mitglied im Praxisbeirat des kids.digilab.berlin

Antje Bostelmann, Autorin und Geschäftsführerin der Klax-Gruppe, geht in ihrem sehr persönlichen Vortrag der Frage nach: Was brauchen die Kinder, um in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft bestehen zu können? Sie berichtet über Irrwege, Missverständnisse und Auswege. Die Institution Kindergarten müsse sich ihrer selbst bewusst werden und sich auf ihre Stärken besinnen – auf das Entdecken und Spielen.

Dr. Ueli Jurt ist Professor für Erziehungswissenschaft

Ueli Jurt, Pädagogische Hochschule Schwyz, stellt den Schweizer Lehrplan 21 vor sowie die darin enthaltenen Kompetenzüberlegungen für Kinder ab dem 4. Lebensjahr in Bezug auf Medien- und digitaler Bildung. Ueli Jurt präsentiert verschiedene Medienprojekte in Kindergärten und spricht über die Bedeutung von Key Workern in der Schule.

Beth Havinga berät als Digital Educational Consultant mit ihrer Firma Connect EdTech Unternehmen und Bildungsministerien

Beth Havinga, Bündnis für Bildung, spricht in ihrem Kurzvortrag über die Kompetenzen der Zukunft. Sie plädiert für neue Lernorte, wie sie in Schweden bereits in Schulen geschaffen wurden: Um sich die Kompetenzen des 21. Jahrhunderts – Kreativität, Kollaboration, Kommunikation, kritisches Denken – aneignen zu können, brauche es neue Räumlichkeiten, die zu offenen, transparenten und verbindenden Prozessen einladen.

Aktuelle Herausforderungen und Anforderungen an Kita und Schule in Bezug auf Digitale Bildung waren das Thema der vertiefenden Paneldiskussion mit allen Referierenden. Moderation: Bettina Gries, Julia Kolbert

Auf dem Digitalen Marktplatz stellten sich Initiativen der Digitalen Bildung und richtungsweisende Projekte aus Institutionen, Kitas und Grundschulen des Landes Berlin vor, so Fröbel, Klax, Calliope, Junior1stein sowie die Bibliothek Reinickendorf.

Der Marktplatz mit Angeboten verschiedener Institutionen, links die Bibliothek Reinickendorf, oben die Fröbel-Gruppe. Fotos: SDTB/Henning Hattendorf

Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten in zielgruppenspezifischen Praxisworkshops sowohl als Lehrende als auch als Lernende pädagogische Zugänge zu digitalen Fragestellungen erproben.

Nach den Workshops des kids.dilab.berlin tauschten sich die Teilnehmenden sich im World Café über ihre Erfahrungen aus und konnten sich gegenseitig inspirieren. Vier verschiedene Stationen luden ein, um über die heutige Lebensrealität von Kindern nachzudenken, den jeweiligen Status Quo in den Einrichtungen in Sachen Digitale Bildung zu erfassen sowie Erfahrungen und Wünsche an Lehrmaterialien zu sammeln. Eine weitere Station befasste sich mit der Frage: Wie ist der Weg von der engagierten Einzelperson zur befähigten Einrichtung? Die Vernetzung und der Wunsch nach grundlegenden Einführungsmaterialien standen dabei an oberster Stelle.

Vom Status Quo zur Vision: Was braucht es, damit Digitale Bildung in Schule und Kita gelingen kann? Fotos: kids.digilab.berlin

Der Austausch auf dem Fachtag machte deutlich, dass unter den Teilnehmenden ein breiter Konsens über die herausragende Notwendigkeit Digitaler Bildung von Anfang an herrscht. Dabei müsse es vor allem darum gehen, die Kinder darin zu bestärken, sich ihre zunehmend digitale Umwelt anzueignen und aktiv mitzugestalten. Für eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in der Digitalität bedarf es zukunftsrelevanter Kompetenzen, deren Erwerb nicht erst mit dem Umgang mit elektronischen Geräten, sondern bereits in ganz alltäglichen Handlungen beginnen kann. 

Die Eröffnung des 1. Fachtags
Fotos: SDTB/Henning Hattendorf

Der Vortrag von Beth Havinga über die Kompetenzen der Zukunft

Der Vortrag von Dr. Ueli Jurt über den Schweizer Lehrplan 21