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Neue Fortbildung: Stop Motion für Kinder

Man nehme einen Karton und Licht – mehr braucht es eigentlich nicht, um mit Kindern ein Filmstudio aufzubauen. Dazu ein Handy oder Tablet, Alltagsobjekte, Spielfiguren und was man sonst noch mag.  Und schon lässt sich ein eigener Trickfilm drehen.

Unser Workshopleiter Raphael Kittell hat es ausprobiert. Seine neueste Idee für eine Fortbildung für pädagogische Fachkräfte: Stop Motion-Technik und Legetrickfilme mit Kindern.

„Mit der Digitalisierung haben wir die Möglichkeit, die Medienproduktion selbst in die Hand zu nehmen“, sagt der 32-Jährige, der Medienkunst an der Bauhaus-Universität in Weimar und Filmschnitt an der Filmhochschule Babelsberg studiert hat. Schon viele Kinder haben mit ihm Mini-Filme produziert. Mithilfe von Apps, wie etwa Stop Motion Studio, lassen sich mit wenigen Mitteln, viel Phantasie und in kurzer Zeit ganze Welten erschaffen.

Raphael Kittell und Friederike Jäger beim Erstellen eines Stop Motion Films.

Für den dreistündigen Workshop, der ab März 2022 im kids.digilab.berlin buchbar ist, hat Raphael ein ganz besonderes Objekt aus dem Museum beschafft: Das Praxinoskop aus dem Jahr 1897, eine Art Vorläufer von Fernseher und Filmprojektor. Mit dem Praxinoskop lässt sich die Geschichte vom bewegten Bild ganz anschaulich nacherzählen. Und: So eine „Wundertrommel“ kann man prima mit Kindern nachbauen.

Im Anschluss an den Ausflug in die Filmgeschichte zeigt Raphael einige gelungene Beispiele von Stop Motion-Filmen. Und dann geht die praktische Arbeit schon los. „Wir werden sehr schnell ins Machen kommen. Dabei ist wichtig, dass die Techniken, die wir zeigen, auch unkompliziert mit Kindern angewandt werden können – angefangen vom selbst gemalten Daumenkino bis hin zum Animieren von Alltagsgegenständen.“

Was Raphael dabei vor allem fasziniert: Beim Arbeiten mit der Stop Motion-Technik entstehen viele Sprachanlässe, man kann für die Kinder neue Erfahrungsräume erschließen und wird im Team kreativ. Gemeinsam schaut man hinter die Kulissen der Filmwelt und erschafft sich ganz eigene Universen. Das Anwenden der Stop Motion-Technik ist für Raphael Kittel deswegen Medienpädagogik im besten Sinne ­- am selbst bewegten Bild.